Unser Auenland
 

Erinnert Ihr Euch noch?

Was wurde von den Befürwortern des Auenland-Quartiers nicht alles behauptet, warum ein riesiges Baugebiet mitten im Feuchtgebiet ein Gewinn für Bad Bramstedt sei? Angeblich baut der Investor (Deutsche Habitat aus Berlin) kostenlos eine neue Schule, ein Hotel, eine neue KiTa, Sport- und Freizeitanlagen, etc. ins Auenland-Quartier. Das Mega-Projekt werde keine „Trabantenstadt“, hieß es immer von den Befürwortern. Als Bürgerinitiative haben wir dies stets in Zweifel gezogen, weil wir nicht daran glauben wollten, dass der Weihnachtsmann eine Immobiliengesellschaft aus Berlin ist. Das erste Zurückrudern war schon hier erkennbar:  Interview mit einem Investor 

Wie sich jetzt bestätigt, haben wir auch insoweit (wieder einmal) Recht behalten:
Die Stadtverwaltung Bad Bramstedt hat vor dem Verwaltungsgericht über ihre Frankfurter Rechtsanwälte nun ausdrücklich eingeräumt: „Im neuen Bebauungsplangebiet sollen ausschließlich Gebiete für Wohnen entstehen.“ Uns liegt darüber hinaus nun auch die aktuelle Beschlussvorlage für den Planungsausschuss vor. Wir veröffentlichen diese hier gleich mit am Ende des Textes.

Dort heißt es nun ebenfalls ausdrücklich: „Insofern sollen im neuen Quartier ausschließlich Gebiete für Wohnen entstehen. Es werden keine Sondergebiete festgesetzt, wie dies dagegen in der Planung des sog. Auenland-Quartiers (Beschlussvorlage 38/2022) mit Sondergebiet „Hotel und Konferenz“ vorgesehen war.“
Das bedeutet mit anderen Worten, es ist nicht vorgesehen, dort Schule, Hotel, Freizeiteinrichtungen, etc. zu bauen.

Endgültiges Nein für Schule, Hotel, Freizeit! Was ist mit der Kita?
Es bleibt noch die Behauptung der Befürworter, dass ja aber der Investor jedenfalls kostenlos einen neuen Kindergarten im Auenland baut. Auch dies erweist sich nun als schlicht unwahr. Uns liegt eine eidesstattliche Versicherung des Geschäftsführers der Deutschen Habitat vor. Darin erklärt dieser ausdrücklich: „Die deutsche Habitat GmbH ist grundsätzlich bereit, in dem neuen Plangebiet […] eine Kindertagesstätte […] einzuplanen. Die Kindertagesstätte kann sowohl öffentlich als auch privat errichtet und betrieben werden.“ Mit anderen Worten ist der Investor im besten Fall bereit, die KiTa „einzuplanen“. Die Errichtung derselben muss dann aber von anderen durchgeführt werden – jedenfalls übernimmt der Investor dafür nicht die Kosten.

 Das Versprechen war wohl nur ein Versprecher... aber sozialer Wohnungsbau!
Von den vollmundigen Versprechungen der Befürworter des Auenland-Quartiers bleibt nun praktisch gar nichts mehr übrig. Es sollen nach dem Willen der Befürworter nur noch riesige Wohnsilos vor den Toren der Stadt entstehen. Pikanterweise findet „sozialer Wohnungsbau“ nicht einmal mehr Erwähnung in der neuen Beschlussvorlage… 

 


















 

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