Unser Auenland
 

Kliniken und das Konzept

Fangen wir an mit den Kliniken. Wir haben im letzten Text gelernt, dass besonders die Felder Psychosomatik, Herz-Kreislauf und Bewegungsapparat im Fokus stehen. Der erste Blick verrät, dass wir mit zwei von drei möglichen Kliniken gesegnet sind. Das ist ja hervorragend! Und diese liegen außerdem mit ÖPNV angebunden direkt in der Gegend. Man trifft dort sehr viele Kurgäste, die von der Natur schwärmen. Und hochmotivierte Mitarbeiter, die gerne in Einklang mit der Natur therapieren würden.
Insgesamt ist das Konzept schon bekannt und untersucht. Der Nutzen ist dokumentiert und wird im Rahmen der Therapien genutzt - bis vor kurzem nur in Japan. Dank der Initiative des Ortes Heringsdorf ist das Konzept in Europa angekommen und wird mittlerweile in vielen Teilen Deutschlands umgesetzt: Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz… aber nicht vor der Hamburger Haustür. Die Therapiekonzepte werden von Krankenkassen unterstützt und könnten so weitere Gäste anlocken.

 Verbindet die Punkte!

Wir haben viele Einzelinitiativen, die das aktive Erleben im Wald fördern, aber wir haben sie nicht vernetzt. Einen Trimm-Dich-Pfad, ein Wegenetz, die Moorbahn, einen Bogenparcours, schöne Plätze an den Auen, im Auenland, im Wald… Jedes für sich ein prinzipielles Kleinod, aber zusammen ein unschätzbares Kapital. Im Rahmen unserer Auswertung haben wir einige Klinikmitarbeitende nach Ideen gefragt - nach einer Woche hatten wir 5 (!!!) vollgeschriebene DIN A4-Seiten zusammen. Von Sensorikpfaden und Hüpfstrecken, über Märchen- und Naturstunden für Kinder und Erwachsene und über Motorikparcours bis hin zu meditativer Bewegungstherapie wie z.B. Bogenschießen. Wir waren echt platt, was aus diesen Mitarbeitern sprudelte, damit sie ihre Patienten noch besser versorgen können und ein Erlebnis für alle schaffen wollen. Und dann fing es auch bei uns an:

  • Könnte man sich als Therapiegruppe nicht auf dem Bogenparcours einmieten?
  • Yoga in natürlicher Umgebung von der VHS?
  • Abwechslungsreiche Kurse unserer Fitnessstudios?
  • Walderkundungen für Interessierte, Schüler und Kindern mit ausgebildeten Anleitern?
  • Moorbahn als verbindendes Element zwischen dem Kurwald und den Kliniken?

All das sind nur initiale Ideen, aber man bekommt den Eindruck, dass wir vieles schon haben, was wir für so einen Kurwald benötigen. Bei einer genaueren Recherche fiel dann auf, dass es nur wenige Punkte gibt, die wir für die höchste Qualitätsstufe nicht erfüllen. Wir haben also quasi “frei Haus” einen gewaltigen Standortvorteil mit innovativem Zukunftskonzept für unseren größten und auch für einen zukünftigen Arbeitgebers.
Wenn wir unsere Bürgermeisterin ernstnehmen dürfen, ist das zuziehende Medizinunternehmen für seine Produkte und auch für seine Schulungen bekannt. Hierfür wollte man gleich ein Hotel bauen. Die Zusammenarbeit zwischen Klinikum und Link sollte vertieft werden, neue Konzepte ausprobiert werden. Was könnte diese Interessen besser verbinden als die kreative Umgebung eines Kur- und Heilwaldes? Das Medizinunternehmen und die Klinik wären mittendrin im Geschehen. Ob sich das oder andere Unternehmen  beteiligen würden, wissen wir nicht, aber das sollte auch Aufgabe der Stadtvertretung sein. Wir könnten uns auf jeden Fall eine Arbeitsgruppe zwischen Medizinern, Ingenieuren und Ortsvertretern vorstellen, die sich neue Konzepte entwickelt und deren Umsetzung möglich macht. Die Ausrichtung des Ortes und die kostenlose Werbung für ein renommiertes Medizinunternehmen würde der Idee Vorschub geben, aus Bad Bramstedt einen Standort der Medizintechnik zu machen. Mittelfristig könnte man die auf der Türschwelle gelegenen Universitäten in Kiel und Hamburg einbinden.


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