Unser Auenland
 

UNSER TAGEBUCH


Auf dieser Seite wird es eine Art mediales Tagebuch geben. Es soll Presseartikel, Meinungen, Leserbriefe und Kommentaren zu Protokollen rund um das Thema Auenland enthalten. Wir haben die Meinungen, die uns gesendet wurden jetzt in die Rubrik   MEINUNGEN  ausgelagert, sonst würde das ein wenig unübersichtlich werden!


02.04.2022

 Leserbrief Segeberger Zeitung


"Angst vor Neuem
Ein Abend in unserem alten, schönen, sterbenden Theater mit einer moderat lustigen Werbepräsentation für das Wachstum unserer kleinen Stadt liegt hinter mir. Eine Stadt umgeben von Natur,die sie selbst erst besonders werden lässt. Die mehr und mehr kämpfen muss gegen die Macht des Wassers, welches sie umgibt. Die immer mehr wächst und Ausweichraum vernichtet, ganz nebenbei auch alle dortigen Lebensräume. 

 

Angeführt vom Gernegroß welches mit vorhandenem und bis jetzt schon reichlich gewachsenem,überfordert zu sein scheint. In einem geplanten Gewerbegebiet kleines wohl außer Acht lässt und anscheinendnie wieder aufhören wird, das Stadtbild immer beliebiger werden zu lassen. Märkte und Ketten, mehr und größer werdend, mit steuerlichem Irgendwositz.
Bei Planungen lieber Fördermittel einstreicht, als sinnvoll zu verzichten.


Ich habe nicht Angst vor neuem.

Ich habe Respekt vor den Ängsten der Menschen, die hier leben.
Weniger vor denen, die zum Beispiel von Nachhaltigkeit sprechen und gleichzeitig ja sagen zu einem Aldi Neubau, dem ein sieben Jahre altes Gebäude weichen muß. Es muss ja größer. Und ja auch ohne Wohnraum oberhalb der Ladenfläche oder gar erneuerbaren Energien auf dem Gebäude.
Man kann ausprobieren.


Ein Bad Bramstedt ohne Ampeln z.B. mit einem großen Zone 20-Innenstadtbereich. Geht ganz einfach - auszuprobieren.

Ein Quartier im feuchten Auenland aber nicht. Wenn großgedachtes nicht funktioniert, ist im Zweifel auch der Schaden groß und obwohl der Mensch ja zu 50-80% aus Wasser besteht, ja er kann ertrinken.


Nachhaltigkeit ist übrigens das was Natur macht, wenn Mensch sie in Ruhe lässt.

Für mich hätte es unsere Stadt verdient, mit Achtsamkeit geleitet zu werden. Vielleicht sogar von Menschen, die es schaffen Brücken zu bauen im Miteinander, in der Kommunikation oder wenigstens da wo sie fehlen."


31.03.2022 
Leserbrief Segeberger Zeitung


„Die Stadt Bad Bramstedt betreibt derzeit mit großer Geste und einigem personellen Aufwand eine von ihr sogenannte „Bürgerbeteiligung“. In diesem Zuge wurde zum 30.03. zu einer „großen Bürgerbeteiligungsveranstaltung im Kurhaustheater“ eingeladen. Wer nun aber eine wirkliche Beteiligung der Bürger erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Im Rahmen der 2-stündigen Veranstaltung hielten Stadtvertreter, Stadtmarketingmitarbeiter und die Projektgesellschafter des Neubaugebiets Segeberger Straße über 1 Stunde und 35 Minuten Vorträge über ihre Tätigkeiten und Vorstellungen, ehe überhaupt einmal einer der eingeladenen Bürger sich äußern durfte. „Bürgerinformationsveranstaltung“ wäre wohl die treffendere Bezeichnung gewesen.
Ein kritischer Dialog mit den Bürgern war offenkundig auch nicht erwünscht, denn die Anwesenden wurden anschließend ausdrücklich aufgefordert, „Fragen und Anregungen“ zu formulieren. Widerspruch oder Kritik waren weder erwünscht noch blieb hierfür Raum. Dass ein solcher nicht gewollt ist, räumte denn auch der Vertreter der Projektgesellschaft des Neubaugebiets Segeberger Straße (beschönigend gern „Quartier“ genannt) freimütig ein. Man habe absichtlich die Öffentlichkeit erst über das Vorhaben informiert, als der notarielle Vertrag unterzeichnet und das ganze Projekt beschlossene Sache gewesen sei.
Für diese offene Ehrlichkeit gebührt der Projektgesellschaft jedenfalls Respekt. Auch auf die Frage eines Anwohners, welcher „normale Bürger Bad Bramstedts“ sich denn eine Wohnung in dem Neubaugebiet leisten könne, antwortete der Vertreter mit einer entwaffnenden Ehrlichkeit: In Anbetracht der steigenden Materialpreise werde es mit bezahlbarem Wohnraum im „Quartier“ schwierig. Schade, dass keinerlei Raum blieb, den Widerspruch zwischen dieser Aussage der Projektgesellschaft und den anderslautenden Versprechungen der Stadtverwaltung aufzuklären.
Kritische Stimmen will die Stadt offenbar nicht hören. Man gewinnt vielmehr den Eindruck, dass die negativen Aspekte des Neubaugebiets gezielt ignoriert werden. So räumte die Stadtverwaltung auf wiederholte Nachfrage ein, dass sie noch überhaupt nicht (nicht einmal überschlägig) die laufenden zusätzlichen Kosten für die Stadt durch das Neubaugebiet ermittelt hat.
Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Stadt in schneller Folge ein Millionenprojekt neben dem anderen anschiebt, ohne dass überhaupt eines davon bis zum Ende vernünftig durchdacht und durchplant ist (Feuerwehrhaus, Kindergarten Moorstücken, JUZ-Anbau, MVZ,...). Die Kosten trägt ja am Ende der Steuerzahler...“

 

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